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Projekte

   NATURA 2000
   Öffentlichkeitsarbeit in Europaschutzgebieten
   Führungen in Schutzgebieten
   Barrierefreies Naturerlebnis
   Land-L(i)eben
   Ferien und Naturerlebnis
   Schule und Natur
   Bodenbewusstseinsbildung
   Bildung Naturschutz - Landwirtschaft (LFI)
 

NATURA 2000 - Projekt der Natur- und Landschaftsführer OÖ

NATURA 2000 - Europaschutz (FFH-)Gebiete

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben sich dazu verpflichtet, ein zusammenhängendes ökologisches Netz von Schutzgebieten ("Europaschutzgebiete") aufzubauen, das den Namen "NATURA 2000" trägt. Dieses soll bis zu 15% der gesamten EU-Landesfläche umfassen.
Festgeschrieben ist dies in der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (1992) sowie in der EU-Vogelschutzrichtlinie (1979). Somit setzt sich das Schutzgebiets-Netzwerk NATURA 2000 aus den Schutzgebieten der Vogelschutzrichtlinie sowie aus den Schutzgebieten der FFH-Richtlinie zusammen.
 
Natura 2000 Homepage: www.natura-2000.at
Wildlebende Tiere und Pflanzen sowie die natürlichen und naturnahen Lebensräume, wie sie in den Anhängen der FFH-Richtlinie aufgeführt sind, sollen in diesem System von Schutzgebieten geschützt werden, ohne jedoch die wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und regionalen Anforderungen außer acht zu lassen. Damit soll der Fortbestand bzw. die Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes der bedrohten Arten und Lebensräume gewährleistet werden.
Mit Stand vom November 2006 sind in Oberösterreich 24 NATURA 2000 - Europaschutzgebiete ausgewiesen (ca. 71.500 ha bzw. 5,9% der Landesfläche).

"Verschlechterungsverbot" und "Weißbuch"

Die Schutzgüter eines Europaschutzgebietes dürfen in ihrem ökologischen Zustand nicht verschlechtert werden. Um dieses zu gewährleisten werden in jenen Europaschutzgebieten, die nicht gleichzeitig auch Naturschutzgebiete sind, "Weißbücher" erstellt, um die Auswirkungen der Gebietsausweisung auf die weitere Bewirtschaftung besser abschätzen zu können. Es wird darin betrachtet, getrennt nach Bewirtschaftungsformen wie z. B. Land-, Forstwirtschaft, Jagd, welche Maßnahmen der Bewirtschaftung oder Landnutzung zu einer Beeinträchtigung der Schutzgüter führen können.
In Folge werden möglichst pro Gebiet ein Landschaftspflegeplan erstellt. Das Land Oberösterreich fixiert die weitere Bewirtschaftung von gefährdeten Flächenteilen in privatrechtlichen Verträgen mit den Grundeigentümern.
 

Öffentlichkeitsarbeit in Oberösterreich

Alle diese Maßnahmen erfordern eine intensive Öffentlichkeitsarbeit. Derzeit werden in den Schutzgebieten folgende Maßnahmen bzw. Einrichtungen umgesetzt oder sind in Planung.
  • Gebietsbetreuung:
    Betreuung von jew. gruppierten Schutzgebieten durch bis zu 4 Biologen.
  • Vertrauenspersonen:
    Die Vertrauenspersonen sollen die Gebietsbetreuer unterstützen. Sie leben und arbeiten vor Ort und sind die ersten Ansprechpartner für Grundeigentümer in den EU-Schutzgebieten.
  • Einrichtung von ausgewählten Informationsstellen sowie Führungen in allen Schutzgebieten:
    Im Rahmen dieser Maßnahmen sollen die ortsansässige Bevölkerung, aber auch Besucher der Region möglichst umfassend über die Schutzgüter und das Netzwerk NATURA 2000 informiert werden.

  
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Öffentlichkeitsarbeit in Europaschutzgebieten durch
Natur- und Landschaftsführer

 
Für dieses Arbeitsfeld zeigte eine Gruppe von über 30 NLF, verteilt auf fast alle Europaschutzgebiete in OÖ, Bereitschaft.

Ziele

Als zentrale Herausforderung ist eine ausgeprägte Rollenklarheit als Vermittler zu sehen. Es ist nicht Zielsetzung, Interessenspolitik aus der Sicht des Naturschutzes oder aus der Sicht der Landwirtschaftskammer zu betreiben.
Angeboten werden soll:
  • Eine mit Fakten dargestellte und sachlich richtige Information.
  • Ein Rahmen/das Forum für die Diskussion und Bewertung der Fakten aus den unterschiedlichen Perspektiven.
  • Eine direkte und sinnliche Erfahrung der Zusammenhänge für alle Beteiligte.

Aufgabengebiete

Die NLF-Gruppe ist für die folgenden Aufgabegebiete vorgesehen:
  • Aufbereitung und Vermittlung des Themas "NATURA 2000" neben der allgemeinen Bewusstseinsvermittlung zu Natur und Naturschutz.
  • Übernahme von oder Mitarbeit in den Informationsstellen.
  • Durchführung von schutzgebietsbezogenen Führungen.

Schulung

Ab Frühjahr 2004 fanden für die NLF-Gruppe mehrere zweitägige Schulungen statt:
  • Basisinformationen zu NATURA 2000 und den Schutzgütern.
  • Management des gesellschaftlichen Konfliktpotentials von NATURA 2000.

Veranstaltungen in den Schutzgebieten

Seit dem Jahr 2004 werden von jeweils lokalansässigen NLF in ausgewählten Schutzgebieten halbtägige Veranstaltungen durchgeführt. Vorgabe ist die didaktische Planung und Durchführung einer Informationsveranstaltung/einer Führung am Rande oder in einem NATURA 2000 - Gebiet unter Einbezug der lokalen Bevölkerung, von Interessensgruppen und der Grundbesitzer mit dem Zweck die oben ausgeführten "Ziele" zu erreichen.

Ergebnisse und Berichterstattung

Alle bisher sehr gebietsspezifisch gestalteten Veranstaltungen sind äußerst erfolgreich verlaufen. Die Gelegenheit von derartigen Führungen ließen sich sowohl hochrangige Politiker aus Bundes- und Landesregierung, lokale Politiker und Wirtschaftsvertreter, Tourismusorganisationen sowie die lokalen Grundbesitzer und die oft vielzählig teilnehmende ansässige Bevölkerung nicht entgehen. Die geladene lokale und nationale Presse berichtete ausführlich.
 
Das Ländliche Fortbildungsinstitut der Landwirtschaftskammer OÖ hat in Gemeinschaft mit der Naturschutzabteilung des Amtes der Oö. Landesregierung und der Oö. Akademie für Umwelt und Natur seit 2004 mehrere Abschlussveranstaltungen mit Berichtslegung zum Projekt durchgeführt.
 

Einrichtung von Informationszentren

Parallel dazu wird seit 2004 von der Naturschutzabteilung des Landes die Einrichtung von ersten Informationszentren unter Mitwirkung der NLF-Gruppe geplant und durchgeführt.
 
In Zusammenarbeit mit einem lokal ansässigen NLF (Wolfgang Sollberger) und dem Naturschutzbund Oberösterreich wurde im Juni 2005 in 4262 Leopoldschlag, Marktplatz 2, am Rand des Europaschutzgebietes Maltsch das erste Informationszentrum eröffnet.
 
Das Informationszentrum Machland wurde im Juni 2006 in 4351 Saxen 8 eröffnet (NLF Monika Haselhofer).
 

Oö Landespreis für Umwelt und Natur 2005

Für die Konzipierung und Umsetzung von Naturvermittlungsprogrammen im Natura 2000 - Europaschutzgebiet Maltsch erhielten die NLF Herbert Rubenser, Wolfgang Sollberger und Wilhelm von Zitzewitz den Landespreis für Umwelt und Natur.
  
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Führungen in Schutzgebieten

Im Auftrag der Naturschutzabteilung des Landes Oberösterreich werden ab dem Jahr 2008 verschiedene naturvermittelnde Institutionen, wie u.a. der Verein Natur-und Landschaftsführer OÖ, Naturparkvereine, und die Nationalpark Ges.m.b.H. Führungen in Schutzgebieten anbieten.
 
Derzeit erstellen die zukünftigen FührerInnen Konzepte für ihre Führungen, wobei sie sich intensiv mit dem jeweiligen Schutzgebiet auseinandersetzen.
 
Zusätzlich absolvieren sie ein eintägiges Aufbauseminar sowie ein Gebietscoaching für das jeweilige Schutzgebiet.
 
Download des Konzept-Formulars:
   > konzept_schutzgebiet.doc

  
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Barrierefreies Naturerlebnis

Förderaktion "Barrierefreies Naturerlebnis"

Die Oö. Akademie für Umwelt und Natur hat die Förderaktion "Barrierefreies Naturerlebnis" für Menschen mit Beeinträchtigung ins Leben gerufen. Über die Sommermonate wird von geschulten Naturvermittlern auf speziell ausgewählten Routen Natur erleb- und begreifbar gemacht. Wir möchten ihnen Erlebnisse der besonderen Art ermöglichen und unterstützen mit einem finanziellen Zuschuss die Naturerlebnisführung und den Transport zur ausgewählten Route.
 
Das Antragsformular ist unter www.natur-ooe.at zum downloaden.

  
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Land-L(i)eben - ein Erlebnistag auf Bauernhöfen

Ein Produkt des Ländlichen Fortbildungsinstitutes OÖ (LFI) gemeinsam mit Natur- und LandschaftsführerInnen nach einer Projektidee von Ursula Bock - Natur- und Landschaftsführerin aus Engerwitzdorf

Inhalt der Veranstaltung:
Die eintägige Veranstaltung wird in Zusammenarbeit einer(s) LandwirtIn(es) und einer(s) Natur- und LandschaftsführerIn durchgeführt.
Einen Eindruck vom Wirtschaften der Bauern und der Erzeugung unserer Nahrungsmittel vermittelt die Hofführung. Wirtschaftsräume, wie der Wald, die Felder und auch die Gebäude des Bauernhofes sowie Produktionsweisen der Produkte des Bauernhofes werden bei der Hofführung vorgestellt. Dabei entwickelt sich ein intensiver Kontakt zwischen den Landwirten und den von der Landwirtschaft doch meist schon weit entfernten SeminarteilnehmerInnen. Die Mittagsjause veranschaulicht besonders gut die Produkte der Region und der Saison. So kann dann mit allen Sinnen der Bauernhof erlebt werden.
 
Die Naturführung durch die (den) Natur- und LandschaftsführerIn vermittelt Zusammenhänge des Ökosystems. Landwirtschaft bewirkt Veränderung der Landschaft. Diese Veränderung gibt Menschen, Tieren und Pflanzen die Möglichkeit sich zu entwickeln. Eine Veränderung der bereits bestehenden Landschaft verändert auch den Lebensraum der Menschen, Tiere und Pflanzen. Die Entscheidung auf etwas verzichten zu müssen, wenn Anderes Platz haben soll, muss bewusst getroffen werden. Dazu ist die Kenntnis der Lebensräume und der Folgen der Veränderung nötig und wird besonders durch die Naturführung wieder bewusst gemacht.

 
Die Pilotveranstaltungen der Land - L(i)eben Führungen fanden 2004 in Engerwitzdorf (Urfahr-Umgebung) statt. Ursula Bock organisierte in Zusammenarbeit mit dem LFI, der Gemeinde, der Ortsbauernschaft Veranstaltungen auf Bauernhöfen mit unterschiedlicher Betriebsstruktur.

Oö Landespreis für Umwelt und Natur 2004 für die Projektidee und die Umsetzung

Für die Projektidee und Entwicklung erhielten die NLFin Ursula Bock sowie parallel dazu für die gelungene Durchführung die Gemeinde Engerwitzdorf und die lokale Bauernschaft 2004 den Umweltpreis des Landes OÖ.

Materialien für Öffentlichkeitsarbeit:

Das LFI hat Materialien für Öffentlichkeitsarbeit entwickelt, wie einen Image- und Informations - Folder zum Projekt sowie Plakate zur Ankündigung der Veranstaltung. Die Plakate sind als pdf Format anforderbar.
Zusätzlich stehen DVDs und Videos über zwei Veranstaltungstage aus 2005 sowie aus 2006 zur Ansicht zur Verfügung. Anzufordern sind alle diese Materialien bei Dipl.-Ing. Ursula Meiser, LFI, Linz.

Land - L(i)eben - 2007

Von 2004 bis 2006 fanden in Engerwitzdorf und Katsdorf Veranstaltungen statt. Ab 2007 werden Natur- und LandschaftsführerInnen oberösterreichweit diese Veranstaltung anbieten. Diese finden Sie im Veranstaltungskalender.
 
Interessierte Gemeinden und Landwirte können sich zur fachlichen Beratung wenden an:
  
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Ferien und Naturerlebnis

Ein Angebot der Oö Akademie für Umwelt und Natur, Institut für Naturschutz
an zertifizierte Natur- und Landschaftsführern/innen (NLF)
in Zusammenarbeit mit oö. Gemeinden.



 
Kinder bis zu einer Woche lang zusätzlich für die Natur zu begeistern, verlangt ein gutes Konzept, das ausgebildete Natur- und Landschaftsführer/innen in von ihnen ausgewählten Gemeinden organisieren.
 
Voraussetzung für eine erfolgreiche und spannende Woche ist eine gute Kooperation der NLF mit den Grundbesitzern und der Gemeinde, wobei letztere das Ferienangebot bewerben soll.
 
Pilotprojekt 2005
Die Naturerlebnis - Ferienwoche im Juli 2005 "Leben wie unsere Vorfahren", veranstaltet als Pilotprojekt durch die NLF Barbara Derntl und Franz Kloibhofer, war ein voller Erfolg (siehe auch: ferienwoche-derntl-kloibhofer.pdf - 42 kB).
 
Sommerferien 2006 und 2007
In den Sommerferien 2006 wurden insgesamt 37 Projektwochen in oö. Gemeinden angeboten. Mehr als 200 Kinder im Alter von 7-10 Jahren waren mit Begeisterung dabei. 17 Natur- und Landschaftsführer/innen sorgten für einen reibungslosen Ablauf vor Ort.
Das vielfältige und individuelle Programm beinhaltete Loam-g`sichter basteln, Baumhöhlen bauen, Fladenbrot backen und genießen, Feuer machen, das Lagerfeuer prasseln hören und vieles mehr.
Sommerferien 2008 - die Ziele
  • Ein interessantes, sinnvolles Ferienangebot bieten
  • Naturbegegnung und Gruppenerlebnis erfahren
  • Neues im Ort kennen lernen
  • Fantasie und Kreativität anregen und fördern
Das Angebot
Eine Woche Naturerlebnis an 5 Halbtagen, die auch als Halb- und Ganztage (2 Halbtage) kombiniert angeboten werden können. Gruppe von 8-12 Kindern im Alter von 8-12 Jahren unter der Leitung eines/einer NLF.
 
Bei Schlechtwetter ist eine entsprechende Ausrüstung mitzubringen oder es wird ein Quartier vorab organisiert. Eine Nächtigung vor Ort ist nicht vorgesehen. Die Kinder müssen von den Eltern zum Aktionsort gebracht und dort wieder abgeholt werden. Es können mehrere derartige Naturerlebnis-Wochen vom NLF organisiert werden.
 
Die Kosten
Je Kind sind pro Woche Teilnahmegebühren von € 25,- für das Programm an den/die NLF zu entrichten. Das gemeinsame Essen (veranschlagt werden € 3-5,-/Kind/Tag) ist extra zu verrechnen, wobei eine Art "Lagerfeuer-Essen" als täglicher Abschluss vorgeschlagen wird.
 
Kontaktadressen
  • Verein Natur- und Landschaftsführer
    Oberösterreich
    Tel.: 0732-701424
    E-Mail: verein-naturfuehrer@utanet.at
  • Ing. Wilbirg Radler
    OÖ. Akademie für Umwelt und Natur
    Institut für Naturschutz
    Kärntner Str. 10-12
    4021 Linz
    Tel.: 0732/7720-14433
    Fax.: 0732/7720-14420
    E-Mail: wilbirg.radler@ooe.gv.at
  
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Schule und Natur

Ein Angebot der zertifizierten Natur- und Landschaftsführern/innen (NLF) für Schulen,
unterstützt von der Oö Akademie für Umwelt und Natur, Institut für Naturschutz.

 
Einige Stunden bis zu einem Vormittag spielerisch, abenteuerlich oder naturkundlich mit Schülern unterwegs sein. Das Programm wird von den NLF erstellt. Vorab werden mit den Pädagogen/innen der Schule die Themen und das Unterrichtsmaterial abgestimmt. Die NLF können Themen wie Wiese, Wald, Au, Moore, Fluß und vieles mehr anbieten.

Die Ziele

  • Ein interessantes, spannendes Naturerlebnis bieten
  • Gruppenerlebnis erfahren
  • Naturräume kennen lernen

Die Kosten

Je Schüler ist für Art und Umfang der Naturführung eine entsprechende Gebühr mit dem NLF zu vereinbaren.

Kontaktadressen

  • Verein Natur- und Landschaftsführer
    Oberösterreich
    Tel.: 0732-701424
    E-Mail: verein-naturfuehrer@utanet.at
  • Ing. Wilbirg Radler
    OÖ. Akademie für Umwelt und Natur
    Institut für Naturschutz
    Kärntner Str. 10-12
    4021 Linz
    Tel.: 0732/7720-14433
    Fax.: 0732/7720-14420
    E-Mail: wilbirg.radler@ooe.gv.at
  
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Förderaktion Bodenbewusstseinsbildung
- Abtauchen in die Unterwelten -

Ein Angebot des Amts der Oö. Landesregierung, Abtlg. Umwelt und Anlagentechnik an zertifizierte Natur- und Landschaftsführer/innen (NLF) (Bei Bedarf auch in Zusammenarbeit mit oö. Gemeinden)
 
Warum die Förderaktion Bodenbewusstsein und was ist das überhaupt?
Wir leben und bauen auf Böden, erzeugen unsere Lebensmittel damit. Boden reinigt unser Trinkwasser, speichert Kohlendioxid und Wasser. Im Vergleich zu seiner Bedeutung ist das Wissen über Boden aber sehr gering. Daher ist Bewusstseinsbildung dringend nötig, damit breitere Bevölkerungsschichten die Bedeutung des Bodens für ihre Lebensqualität erkennen, die Möglichkeiten für Bodenschutz im eigenen Bereich sehen und auch das Verständnis für Bodenschutzmaßnahmen geweckt wird. Das Land Oberösterreich, Abt. Umweltschutz, hat daher Mitte 2005 eine spezielle Förderaktion ins Leben gerufen.
 
Die Förderaktion für Projekte und Lehrpfade
Gefördert werden 60% der anerkannten Kosten nach Vorlage der Rechnungen (maximal € 10.000 pro Projekt bzw. € 15.000 pro Bodenlehrpfad). Wenn eine Gemeinde, die Mitglied im Europäischen Bodenbündnis ist, den Antrag stellt, erhöht sich die Förderung auf 80% der anerkannten Kosten (maximal € 15.000 pro Projekt bzw. € 30.000 pro Bodenlehrpfad).
 
Einige Beispiele für umgesetzte Projekte:
 
1. Bodenveranstaltungen für Schulen
Bis jetzt wurden von 3 Natur- und Landschaftsführerinnen jeweils eigene Programme ausgearbeitet und umgesetzt. Die Abt. Umweltschutz hat sie im Rahmen der Aktion gefördert und bei Bedarf auch fachlich beraten. Auf Wunsch gibt es für die Ausarbeitung von Programmen bei der Abt. Umweltschutz und der Akademie für Umwelt und Natur bereits fertig aufbereitete Unterlagen bzw. den OÖ Bodenkoffer, zum Ausleihen.
 
 
BILD: Schüler aus Ottensheim bestimmen die Bodenart (NLF Ursula Bock)
2. "Bodentage" in Gemeinden
Jedes Jahr bieten Gemeinden "Bodentage" an. Meist in Zusammenarbeit mit Natur- und Landschaftsführer/Innen. Dabei werden von den NLF für die Gemeinden Schulprogramme durchgeführt. Der/die NLF kann auch selbst an eine Gemeinde herantreten und ein Programm vorschlagen. Bei der Vorbereitung, Durchführung und Finanzierung von Bodentagen werden die Gemeinden vom Klimabündnis OÖ und der Abt. Umweltschutz unterstützt.So haben z.B. die Gemeinden Thalheim, Ottensheim, Ansfelden, Gallneukirchen und Laakirchen bereits Bodentage durchgeführt.
 
 
BILD: Laakirchner Schüler beschäftigen sich mit Waldboden (NLF Mag.a Doris Radler)
3. Bodenlehrpfade
Ziel eines Bodenlehrpfades ist es, auf spannende, spielerische Art und Weise Bürger/Innen anzusprechen und Wissen über heimische Böden, Bodenentstehung, Bodenlebewesen usw., zu vermitteln. Daher werden Bodenlehrpfade durch die Abt. Umweltschutz mit Fördermitteln unterstützt.Ein Beispiel dafür ist der Waldbodenlehrpfad Taferlklause auf der Strasse zwischen Altmünster/Traunsee und Steinbach/Attersee. Eine Sparversion sind Barfußwege mit Bodenmaterialien und erläuternden Tafeln z.B. zu Bodenentstehung und Bodenarten.
 
BILD: Kleiner Barfußweg in Ottensheim

 
Wie laufen der Antrag und die Förderung ab?
Vereinsmitglieder finden im Mitgliederbereich - "Form- und Fragebögen" ein detailliertes "Informationsblatt zur Förderaktion Bodenbewusstseinsbildung". Auf der Homepage der Landesregierung können weitere Informationen und das Antragsformular herunter geladen werden (www.land-oberoesterreich.gv.at unter Themen/Umwelt/Boden/Bodenschutz/ Aktivitäten zur Bodenbewusstseinsbildung).
 
Kontaktadressen
  
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Bildung Naturschutz - Landwirtschaft (LFI)

"Naturschutz ist schon längst nicht mehr Konservierung um jeden Preis. Naturschutz heißt die Zusammenhänge verstehen und Prozesse begleiten."
 
Seit 2001 besteht im LFI OÖ das Bildungsprojekt Naturschutz - Land- und Forstwirtschaft in Kooperation von Landwirtschaftskammer, der Naturschutzabteilung des Land OÖ und dem Institut für Naturschutz in der Akademie für Umwelt und Natur.
 
Zielsetzung ist zum einen die Planung und Umsetzungen von Veranstaltungen und Seminaren. Ein wesentlicher Schwerpunkt dabei ist die Ausbildung von Naturvermittlern, das sind Natur- und LandschaftsführerInnen, AlmführerInnen und KräuterpädagogInnen. Mit deren Hilfe können alle Bevölkerungsgruppen und alle Altersgruppen erreicht und auf spielerische und spannende Art und Weise die Zusammenhänge zwischen Natur und Mensch näher gebracht werden.
 
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Planung und Umsetzung von Projekten, wie im Vorjahr die Exkursionsreihe "Führungen in Schutzgebieten" und die pädagogische Umsetzung im "Fest der Natur, Workshops zum Thema " Naturschutz" und vieles mehr.
 
Das Aus- und Weiterbildungsprogramm 2008/2009 umfasst:
  • Zeritifkatslehrgang Kräuterpädagogik
    Wildkräuter erkennen, verwenden und vermitteln.
    144 Unterrichtseinheiten
  • Zeritifkatslehrgang Natur- LandschaftsführerIn
    Aus der Natur lesen wie aus einem Buch.
    150 Unterrichtseinheiten
  • Zeritifkatslehrgang AlmführerIn
    Almtraditionen verstehen und vermitteln.
    80 Unterrichtseinheiten
  • Zertifikatslehrgang Produktion und Vermarktung von
    Gemüseraritäten und Sortenspezialitäten am bäuerlichen Betrieb

    120 Unterrichtseinheiten
  • ... und eine vielfältige Auswahl an 1-2 tägigen Veranstaltungen, wie
    "Vögel in der Kulturlandschaft", "Insekten", "Köstliche Kräuterwelt",
    "Wildfrüchte auf unseren Hecken" und viele mehr zum Thema "Naturschutz"
Nähere Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und Zertifikatslehrgängen finden Sie auf der homepage des LFI Oberösterreich: www.lfi-ooe.at.
  • LFI - Ländliches Fortbildungsinstitut:
    Frau Dipl.-Ing. Maria Wiener, Tel: 050 / 6902-1254,
    E-Mail: maria.wiener@lk-ooe.at

 
 

 
Dipl.-Ing. Maria Wiener
   

 
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Verein Natur- und Landschaftsführer Oberösterreich